
Halligfriesisch:
Das Halligfriesische ist ein heute noch punktuell auf den Halligen an der Westküste Südschleswigs verbreiteter nordfriesischer Dialekt.
Nordfriesische Dialekte wurden früher von Sylt bis hinunter an die Eider gesprochen. Viele Dialekte sind jedoch inzwischen erloschen. Heute hält sich das Nordfriesische noch in Teilen des Festlandes und auf den Inseln Föhr, Amrum, Sylt und auf der Hochseeinsel Helgoland. Im Süden Nordfrieslands ist das Nordfriesische bereits verschwunden. Auch auf den Halligen ist es kaum noch präsent und wird vermutlich ebenso bald ein Ende finden. Leider gibt es kaum Bemühungen diesen Prozess umzukehren.
Erklärt werden kann diese Entwicklung mit der zunehmenden Dominanz des Hochdeutschen. Das Hochdeutsche konnte sich bereits ab Ende des Mittelalters in mehreren Domänen wie Kirche, Bildung, Handel oder Verwaltung im Süden Schleswigs durchsetzen und so regionale Varianten wie das Friesische und auch das jütländische Dänisch sukzessiv in den privaten oder familiären Raum zurückweisen.
Sprachgeschichtlich ist das Nordfriesische eine westgermanische und nordseegermanische Sprache und steht so dem Englischen, Niederländischen und Niederdeutschen nahe. Insbesondere die Dialekte im Norden Nordfrieslands weisen zudem einen starken dänischen / nordischen Einfluss aus. Neben dem Nordfriesischen gibt es heute noch das Friesische in den Niederlanden und das Ostfriesische – wobei letzteres heute kaum noch gesprochen wird. Der letzte ostfriesische Dialekt ist das im Saterland gesprochene Saterfriesisch. Bis ins 20. Jh. wurde zum Teil noch Wangerooger Friesisch gesprochen.
Innerhalb des Nordfriesischen kann zwischen den Dialekten auf den Inseln und dem Festland unterschieden werden, was mit zwei zeitlich versetzten Einwanderungswellen nach Nordfriesland im Mittelalter erklärt werden kann. Interessanterweise steht das Halligfriesische eher den Dialekten auf dem Festland näher, was eine gemeinsame Einwanderung mit den Nordfriesen des Festlandes andeutet. Hierbei ist das Halligfriesische ein Überbleibsel des früheren Strander Friesisch. Diese friesische Variante war auf der früher vermutlich mit dem Festland verbundenen Insel Strand verbreitet, ehe diese nach mehreren Sturmfluten in mehrere kleinere Inseln und Halligen zerrissen wurde.
Grammatik
Ausgehend von der von Jens Lorenzen verfassten Halligfriesischen Sprachlehre sollen im Folgenden einmal Eckpunkte der halligfriesischen Grammatik dokumentiert werden – sofern möglich im Vergleich mit dem umgebenden Deutschen, Dänischen und dem Nordfriesischen auf Föhr und dem Festland. Hierbei handelt es sich um Eckepunkte, nicht um eine vollständige Grammatik.
Artikel
Der unbestimmte Artikel ist im Halligfriesischen in allen Genera identisch.
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Deutsch |
Dänisch |
Föhrer Fr. |
Festlandfr. |
Halligfr. |
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Maskulinum |
ein |
en |
en, een |
en, ån |
en |
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Femininum |
eine |
en |
en, ian |
en, iinj |
en |
|
Neutrum |
ein |
et |
en, ian |
en, iinj |
en |
Der bestimmte Artikel unterscheidet deutlich zwischen den Genera.
|
|
Deutsch |
Dänisch |
Föhrer Fr. |
Festlandfr. |
Halligfriesisch |
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Maskulinum |
der |
-en |
a, de |
e, di |
di |
|
Femininum |
die |
-en |
at, det |
e, jü |
ju |
|
Neutrum |
das |
-et |
at, det |
et, dåt |
dat |
|
Plural |
die |
-ene / -ne |
a, dön |
e, da |
de (gespr.: dä) |
Substantive
Die Mehrzahl der Substantive endet im Plural auf -e. Sie findet sich sowohl bei Substantiven im Maskulinum, Femininum und Neutrum Plural.
Bei Entlehnungen aus dem Hochdeutschen, Niederdeutschen oder Dänischen wird im Plural oft ein -s angefügt.
Zum Teil finden sich im Plural auch die Endungen -ne, -ing oder -inge.
Bei Substantiven, die im Singular auf f enden, ändert sich dieses im Plural meist zu w. Auch bei Substantiven, die im Singular auf ch enden, ändert sich dieses im Plural meist zu g. In beiden Fällen wird von einer Konsonantenerweichung gesprochen.
Bei einigen Substantiven ändert sich im Plural auch der Stammvokal.
Andere Substantiven verändern im Plural weder den Stammvokal, noch haben sie eine besondere Endung. Hier ist der Plural dann ausschließlich aus dem Artikel de und dem Zusammenhang erkennbar.
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Singular unbestimmt |
Singular bestimmt |
Plural bestimmt |
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Maskulinum |
||
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Fleck |
en plak |
di plak |
de plake |
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Laden |
en loaden |
di laoden |
de laodens |
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Brief |
en breef |
di breef |
de breewe |
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Zweig |
en twich |
di twich |
de twige |
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Tag |
en dai |
di dai |
de deege |
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Bauer |
en bure |
di bure |
de bure |
|
Zahn |
en toske |
di toske |
de toske |
|
|
Feminium |
||
|
Tasse |
en kop |
ju kop |
de kope |
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Tochter |
en doochter |
ju doochter |
de doochterne |
|
Farbe |
en farf |
ju farf |
de farwe |
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Woche |
en wich |
ju wich |
de wige |
|
Kuh |
en ku |
ju ku |
de kii |
|
|
Neutrum |
||
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Haus |
en hus |
dat hus |
de husinge |
|
Schwank |
en dööntje |
dat dööntje |
de dööntjes |
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Messer |
en knif |
dat knif |
de kniwe |
Anders als auf den Halligen ist im nordfriesischen Dialekt der Insel Föhr die Endung auf-en am weitesten verbreitet. Aber auch die Endung auf -er findet sich. Ansonsten gleichen sich die Muster im Wesentlichen. So finden sich auch auf Föhr und dem Festland die entsprechenden Pluralendungen mit -s, die Wechsel des Stammvokales, die Konsonantenerweichungen und die Beibehaltungen der Singularform.
Kasus (Fälle)
Die Fälle sind im Nordfriesischen und somit auch im Halligfriesischen (wie in den angrenzenden skandinavischen Sprachen) stark reduziert. So gibt es in der Form keine Unterscheidung zwischen Nominativ (wer oder was), Dativ (wem) und Akkusativ (wen oder was). Allein der Genitiv (wessen) bildet im Halligfriesischen noch eine eigenständige Form mit der Umschreibung mit foon (von) aus.
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deutsch |
halligfriesisch |
|
Maskulinum Singular |
|
|
|
Nom. / Akk. / Dat. |
der/den/dem Mann |
di moon |
|
Genitiv |
des Mannes |
foon di moon |
|
Maskulinum Plural |
|
|
|
Nom. / Akk. / Dat. |
die/den/den Männern |
de moone |
|
Genitiv |
der Männer |
foon de moone |
|
Feminium Singular |
|
|
|
Nom. / Akk. / Dat. |
die/die/der Frau |
ju wuf |
|
Genitiv |
der Frau |
foon ju wuf |
|
Feminium Plural |
|
|
|
Nom. / Akk. / Dat. |
die/die/den Frauen |
de wufe |
|
Genitiv |
der Frauen |
foon de wufe |
|
Neutrum Singular |
|
|
|
Nom. / Akk. / Dat. |
das/das/dem Kind |
dat beern |
|
Genitiv |
des Kindes |
foon dat beern |
|
Neutrum Plural |
|
|
|
Nom. / Akk. / Dat. |
die/die Kinder, den Kindern |
de beerne |
|
Genitiv |
der Kinder |
foon de beerne |
Im Föhrer Friesisch findet sich für den Genetiv ebenfalls die Umschreibung mit von (im Föhrer Friesich als faan). Ein Beispiel ist de frinj faan Maike (der Freund von Maike → Maikes Freund). Wenn der Besitzer ein Mensch ist, ist auch die Konstruktion mit einem Possessivpronomen möglich (wie auch im Angeldänischen). Ein Beispiel ist: Maike san frinj (Maike ihr Freund → Maikes Freund). In einigen Fällen wird im Föhrer Friesisch auch noch die Endung -s verwendet. Ein Beispiel wäre uun Gods nööm (in Gottes Namen).
Gleiches Muster findet sich im Nordfriesischen des Festlandes. So kann es heißen da böke voon Petern (Die Bücher von Peter → Peters Bücher) oder auch Peter sin böke (Peter seine Bücher → Peters Bücher).
Adjektive
Prädikative und adverbiale Adjektive bleiben im Nordfriesischen (wie z. B. auch im Gutamål) unverändert. Beispiele aus dem Halligfriesischen sind:
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deutsch |
halligfriesisch |
|
groß |
grot |
|
klein |
lidj |
|
hoch |
huuch |
|
niedrig |
leech |
|
alt |
ual |
|
jung |
jong |
|
gut |
gööd |
|
schlecht |
schocht |
|
reich |
rik |
|
arm |
eerm |
Adjektive, die in Verbindung mit einem Substantiv stehen (also attributiv verwendete Adjektive) werden auf Föhr und dem Festland im Maskulinum mit der Endung -en dekliniert.
Komparation
Die Adjektive werden im Halligfriesischen mit den Endungen -er (im Komparativ) und -st (im Superlativ) gesteigert. Dies gleicht dem Muster in den nordfriesischen Dialekten auf Föhr und auf dem Festland.
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Positiv |
Komparativ |
Superlativ |
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|
regelmäßig |
||
|
groß |
grot |
groter |
größt |
|
klein |
lidj |
lidjer |
lidjst |
|
reich |
rik |
riker |
rikst |
|
|
unregelmäßg |
||
|
alt |
ual |
aoler |
aolst |
|
gern |
haol |
liawer |
liawst |
|
viel |
fole |
mor |
maost |
Personalpronomen
Bei den Personalpronomen kann zwischen Subjekt- und Objektpronomen unterschieden werden. Subjektpronomen stehen anstelle eines Subjekts (also im Nominativ). Objektpronomen stehen anstelle eines Objekts (also im Akkusativ oder Dativ). Anders als im Deutschen sind im Nordfriesischen (wie auch in den skandinavischen Sprachen wie dem Gutamål) Akkusativ und Dativ zusammengefallen, bilden also eine gemeinsame Form.
Neben dem Singular und Plural gab es im Halligfriesischen bis ins 20. Jh noch den Dual. Im Föhrer Friesisch finden sich die Formen für den Dual noch. Für die Subjektpronomen lautet er wat (wir beide) und jat (ihr beide) und bei den Objektpronomen onk (uns beide) und jonk (euch beide). Wesentlich seltener wird der Dual auf dem Festland verwendet. Hier lautet er bei den Subjektpronomen ebenfalls wat (wir beide) und jat (ihr beide) und bei den Objektpronomen unk (uns beide) und junk (euch beide).
Personalpronomen (Subjektpronomen)
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|
Deutsch |
Dänisch |
Föhrer Friesisch (Fering) |
Festlandfriesisch (Mooring) |
Halligfriesisch |
|
Singular |
ich |
jeg |
ik (‘k) |
ik (‘k) |
ik |
|
du |
du |
dü |
dü |
du |
|
|
er |
han |
hi (‘r) |
hi (‘r) |
hii |
|
|
sie |
hun |
hat (‘t), jü |
jü (‘s) |
ju |
|
|
es |
det |
at (‘t), hat |
et (‘t) |
dat |
|
|
Plural |
wir |
vi |
wi (‘f) |
we |
wii |
|
ihr |
I |
jam (‘m) |
jam (‘m) |
jam |
|
|
sie |
de |
jo (‘s) |
ja (‘s) |
jä |
Im Föhrer Friesisch lauteten die Personalpronomen in der 3. Person Singular früher hi (er), jü (sie) und hat (es) – und entsprachen so den übrigen nordfriesischen Dialekten. Ab dem 19. Jh. wurde jedoch jü zunehmend durch hat abgelöst.
Personalpronomen (Objektpronomen)
Im Nordfriesischen wird bei den Objektpronomen nicht zwischen Akkusativ und Dativ unterschieden (ebenso wie im Englischen, Niederdeutschen und in den nordischen Sprachen wie dem Dänischen und Gutamål).
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|
Deutsch |
Dänisch |
Föhrer Friesisch (Fering) |
Festlandfriesisch (Mooring) |
Halligfriesisch |
|
Singular |
mir, mich |
mig |
mi |
me |
mii |
|
dir, dich |
dig |
di |
de |
dii |
|
|
ihm, ihn |
ham |
ham (‘n) |
ham (‘n) |
ham |
|
|
ihr, sie |
hende |
ham (‘t) |
har (‘s) |
här |
|
|
ihm, es |
den, det |
at (‘t) |
et (‘t) |
dat |
|
|
Plural |
uns |
os |
üs (‘s) |
üs, üüs |
us |
|
euch |
jer |
jam |
jam |
jam |
|
|
ihnen, sie |
dem |
jo (‘s) |
jam, ja (‘s) |
jam |
Possessivpronomen
Possessivpronomen drücken Besitz oder Beziehungen aus (also wem oder was etwas gehört).
|
Deutsch |
Dänisch |
Halligfriesisch |
||
|
|
|
Maskulinum |
Femininum |
Neutrum |
|
meine(e) |
min, mit, mine |
maan |
min |
min |
|
dein(e) |
din, dit, dine |
daan |
din |
din |
|
sein(e) |
hans, sin, sine |
saan |
sin |
sin |
|
ihr(e) |
hendes, sin, sine |
härn |
här |
här |
|
sein(e) |
dens, dets |
saan |
sin |
sin |
|
unser(e) |
vores |
usen |
us |
us |
|
euer/eure |
jeres |
jaan |
jaar |
jaar |
|
ihr(e) |
deres |
jääre |
jääre |
jääre |
Das Halligfriesische gleicht hier grob den nordfriesischen Dialekten auf Föhr und dem Festland. Wobei kleinere Abweichungen bestehen. So heißt es zum Beispiel auf Föhr (Fering) und dem Festland (Mooring) in der ersten, zweiten und dritten Person Singular man, dan und san statt maan, daan und saan. In der ersten Person Plural heißt es auf Föhr üüs und auf dem Festland üüsen statt usen auf den Halligen. In der zweiten Person Plural heißt es auf Föhr jau und auf dem Festland jarnge statt jaan und jaar auf den Halligen.
Reflexivpronomen
Reflexivpronomen beziehen sich immer auf das Subjekt eines Satzes und stimmen mit ihm bei Numerus und Person überein. Mit Ausnahme der dritten Person Singluar (ham) entsprechen die Reflexivpronomen immer denen der Objektpronomen.
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Deutsch |
Dänisch |
Föhrer Friesisch (Fering) |
Festlandfriesisch (Mooring) |
Halligfriesisch |
|
mir, mich |
mig |
mi |
me |
mii |
|
dir, dich |
dig |
di |
de |
dii |
|
sich (mask.) |
sig |
ham |
ham |
ham |
|
sich (fem.) |
sig |
ham |
har |
här |
|
sich (neutr.) |
sig |
ham |
ham |
ham |
|
uns |
os |
üs |
üs, üüs |
us |
|
euch |
jer |
jam |
jam |
jam |
|
sich |
sig |
jo |
jam, ja |
jam |
Umgangssprachlich wird in den nordfriesischen Dialekten auf Föhr und dem Festland für die 3. Person Singular und Plural auch sik verwendet.
Neben den Reflexivpronomen bestehen noch die Reziprokpronomen, um eine Wechselseitigkeit auszudrücken (also im Deutschen: einander und im Dänischen: hinanden, hverandre). Dies sind auf Föhr enöler bzw.arköler und auf dem Festland enouder.
Relativpronomen
Am häufigsten wird im Halligfriesischen das Relativpronomen wat verwendet. Das Relativpronomen ist unveränderlich - zeigt also weder Genus (Geschlecht), Numerus (Anzahl) noch Kasus (Fälle) an, wird also in allen Fällen (Nominativ, Akkusativ und Dativ) verwendet.
Daneben können auch die Artikel di, ju und dat als Relativpronomen genutzt werden.
Auch in den nordfriesischen Dialekten auf Föhr und dem Festland ist wat am weitesten verbreitet. Daneben findet auch das ältere diar (Föhrer Friesisch) bzw. deer (festlandfriesisch) Anwendung. Bei einem örtlichen oder zeitlichen Zusammenhang kann auch weer (wo) verwendet werden.
Demonstrativpronomen
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Deutsch |
Dänisch |
Föhrer Friesisch (Fering) |
Festlandfriesisch (Mooring) |
Halligfriesisch |
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dieser |
denne |
deheer, dediar, desalew |
diheere, dideere, diseelwe, diseelwie |
di, dihire, didire |
|
diese |
denne |
detheer, dethiar, detsalwer |
jüheer, jüdeer, jüseelew, jüdeelwi |
ju, juhir, judir |
|
dieses |
dette |
detheer, dethiar, detsalwer |
dåtheer, dåtdeer, dåtseelew, dåtseelwi |
dat, dathir, datdir |
|
diese |
disse |
|
-e |
de, dehire, dedire |
Im Halligfriesischen entsprechen die Demonstrativpronomen den Artikeln. Neben den Grundformen di, ju und dat gibt es jedoch noch zwei verstärkende Formen, die sich aus dem Artikel und den Endungen -dir(e) (da, dort) und -hir(e) (hier) zusammensetzen.
Das Muster gleich dem der nordfriesischen Dialekte auf Föhr und dem Festland. Eine weitere Möglichkeit ist die Bildung mit einer Form von -salew (Föhrer Friesisch) bzw. -seelew (Festlandfriesisch), was beides selbst bedeutet. Im Föhrer Friesisch gibt es zudem die Ausnahme, dass die Formen für das Neutrum mit denen für das Femininum zusammenfallen.
Indefinitpronomen (unbestimmte Pronomen)
|
Deutsch |
Dänisch |
Föhrer Friesisch (Fering) |
Festlandfriesisch (Mooring) |
Halligfriesisch |
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einer |
én |
een, eener |
|
|
|
man |
man |
ham (‘am,‘m) |
huum, följk |
huum |
|
jemand |
nogen |
hoker |
|
hook |
|
niemand |
ingen |
neemen |
niimen(s) |
niamen |
|
jedermann |
enhver |
arkeneen, alemaan |
|
arken |
|
jeder |
enhver |
arke, arkes, arken |
|
arken |
|
jede |
enhver |
arke, arkes, arken |
|
ark |
|
jedes |
enhver |
arke, arkes, arken |
|
ark |
|
nichts
|
intet, ingenting |
nant, niks |
ninte, niks |
niks |
|
etwas |
noget |
wat |
wat |
wat |
|
manche |
mange, nogle |
|
|
wäning, aam |
|
viel |
meget |
|
|
fole |
Fragepronomen
|
Deutsch |
Dänisch |
Föhrer Friesisch (Fering) |
Festlandfriesisch (Mooring) |
Halligfriesisch |
|
wer |
hvem |
hoker |
huum |
hook |
|
wessen |
hvis |
hoker san / sin / sinen |
huums(en) |
foon huum |
|
wem |
hvem |
hoker |
huum |
huum |
|
wen |
hvem |
hoker |
huum |
huum |
|
was, welcher |
hvilken |
wat |
wat, huken |
wat fir aon |
|
was, welche |
hvilket |
wat |
wat, huken |
wat fir ian |
|
was, welches |
hvilke |
wat |
wat, huken |
wat fir ian |
Verben
Verben drücken eine Handlung oder ein Geschehen aus und stehen im Satz als Prädikate. Sie werden in Hinblick auf Person, Numerus (Anzahl), Tempus (Zeit) und Modus konjugiert.
Nachfolgend ein Beispiel für die regelmäßige Konjugation:
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(zu) spielen |
|
|
|
|
|
Präsens |
Präteritum |
Perfekt |
Plusquamperfekt |
|
|
ich spiele |
ik späl |
ik späld |
ik hääw späld |
ik hee späld |
|
du spielst |
du spälst |
du spälsd |
du hääst späld |
du heest späld |
|
er spielt |
hii spält |
hii späld |
hii heet späld |
hii hee späld |
|
sie spielt |
ju spält |
ju späld |
ju heet späld |
ju hee späld |
|
es spielt |
dat spält |
dat späld |
dat heet späld |
dat hee späld |
|
wir spielen |
wii späle |
wii spälden |
wii hääwe späld |
wii heen späld |
|
ihr spielt |
jam späle |
jam spälden |
jam hääwe späld |
jam heen späld |
|
sie spielen |
jam späle |
jä spälden |
jä hääwe späld |
jä heen späld |
|
Futur I |
Futur II |
|
ik ward späle |
ik ward späled heewe |
|
du wardst späe |
du wardst späled heewe |
|
hii ward späle |
hii ward späled heewe |
|
ju ward späle |
ju ward späled heewe |
|
dat ward späle |
dat ward späled heewe |
|
wii warde späe |
wii warde späled heewe |
|
jam warde späe |
jam warde späled heewe |
|
jä warde späe |
jä warde späled heewe |
Auch im nordfriesischen Dialekt des Festlandes wird im Präsens in der 2. Person Singular ein -st, in der 2. Person Singular ein -t und im Plural ein-e angefügt
Nachfolgend noch ein Beispiel für eine unregelmäßige Konjugation:
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(zu) schießen |
|
|
|
|
|
Präsens |
Präteritum |
Perfekt |
Plusquamperfekt |
|
|
ich schieße |
ik skiit |
ik skuat |
ik hääw skääden |
ik hee skääden |
|
du schießt |
du skotst |
du skuatst |
du hääst skääden |
du heest skääden |
|
er schießt |
hii skot |
hii skuat |
hii heet skääden |
hii hee skääden |
|
sie schießt |
ju skot |
ju skuat |
ju heet s skääden |
ju hee skääden |
|
es schießt |
dat skot |
dat skuat |
dat heet skääden |
dat hee skääden |
|
wir schießen |
wii skiite |
wii skuaten |
wii hääwe skääden |
wii heen skääden |
|
ihr schießt |
jam skiite |
jam skuaten |
jam hääwe skääden |
jam heen skääden |
|
sie schießen |
jä skiite |
jä skuaten |
jä hääwe skääden |
jä heen skääden |
|
Futur I |
Futur II |
|
ik ward späle |
ik ward skääden heewe |
|
du wardst späe |
du wardst skääden heewe |
|
hii ward späle |
hii ward s skääden heewe |
|
ju ward späle |
ju ward skääden heewe |
|
dat ward späle |
dat ward skääden heewe |
|
wii warde späe |
wii warde skääden heewe |
|
jam warde späe |
jam warde skääden heewe |
|
jä warde späe |
jä warde skääden heewe |
Konjunktionen
Nachfolgend einzelne Beispiele für Konjunktionen im Halligfriesischen. Konjunktionen sind Bindewörter, die einzelne Wörter, Wortgruppen oder ganze Sätze miteinander verbinden oder verknüpfen. Sie können nebenordnend oder unterordnend sein. Unterordnende Konjunktionen (Subjunktionen) leiten einen Nebensatz ein, sie ordnen einen Nebensatz also einem Hauptsatz unter.
|
Deutsch |
Dänisch |
Föhrer Friesisch (Fering) |
Festlandfriesisch (Mooring) |
Halligfriesisch |
|
nebenordnend |
||||
|
aber |
men |
man, oober |
ouers, aaber |
man |
|
auch |
også |
uk |
uk |
ok |
|
denn |
for |
dan |
dan |
dän |
|
doch |
dog, men |
dach |
duch |
dach |
|
und |
og |
an |
än |
än |
|
oder |
eller |
of |
unti, ooder |
ooder, eder |
|
sondern |
men |
man |
ouers |
man |
|
unterordnend (Subjunktion) |
||||
|
als |
da |
üüs |
as |
as |
|
dass |
at |
dat, det |
dåt |
dat |
|
ehe, bevor |
før, inden |
iar, beföör, föör dat |
befor, iir, iirdät |
befeer |
|
gleichwohl |
skønt, til trods for at |
alikwel, likwell, like(r)s |
likefoole |
likefole |
|
obwohl |
selvom |
uk wan‘t |
åldåt, hüwälj |
|
|
sobald |
så snart, så snart som |
so bal, so gau |
sü bål |
subale |
|
sowie |
samt |
an uk |
sü as |
su as |
|
weil |
fordi |
auer |
ouer(dåt), amdåt |
auer dat |
|
wie |
som, hvordan |
üüs |
hü |
as |
|
wenn |
når, hvis |
wan |
wan |
wän |
|
wo |
hvor |
huar |
weer |
wir |
|
ob |
om |
of, wer |
weer |
|
|
seit |
siden, siden at |
sant |
sunt |
|
|
bis |
indtil |
bit |
bit, tu |
|
Adverbien
Adverbien (Umstandswörter) sind unveränderliche Wörter in einem Satz, die die näheren Umstände einer Handlung oder eines Zustands beschreiben - also wann, wo, wie oder warum etwas geschieht.
Es gibt Adverbien des Ortes, der Zeit, der Art und Weise und des Grundes.
|
lokal (Ort oder Richtung) |
||||
|
Deutsch |
Dänisch |
Föhrer Friesisch (Fering) |
Festlandfriesisch (Mooring) |
Halligfriesisch |
|
da, dort |
der |
diar |
deer |
dir |
|
darin |
deri, derinde |
diaruun |
deerönj |
diirin |
|
darauf |
derpå |
diarüüb |
deeraw |
dirap |
|
darunter |
derunder |
diaroner |
deeruner |
dironer |
|
dazwischen (in der Mitte von) |
imellem, derimellem |
auermad |
deertwasche |
dirtwaske |
|
dazwischen (unter anderem) |
deriblandt |
|
deermade |
dirmaade |
|
dorthin |
derhen |
diarhen |
deerhane |
dirhaane |
|
draußen |
ude, ud |
bütjen |
üte, büte, bütefor |
bute |
|
drinnen |
inde, ind |
banen, ban |
bane, baneönj |
baane |
|
her |
her |
juart |
jurt |
huurte |
|
herunter, hinunter |
ned, nedenunder |
deel |
dil, dilam |
dääl |
|
hin |
hen |
am |
haane |
haane |
|
hinauf |
op |
henap |
ap |
ap |
|
hin und her |
frem og tilbage |
jant an juart |
jant än jurt |
haan än huurte |
|
hinten |
bagved |
beeft, selten: bäächt |
ääder |
äädern |
|
nach |
til, mod |
efter, tu |
eefter |
eefter |
|
nach oben |
op, opad |
apbop, amhuuch, apboowen |
eefter boowen |
eefter bääben |
|
nach unten |
ned, nedad |
deelwarts |
eefter dele |
eefter deelen |
|
neben |
ved siden af |
bi |
Iinj, näisi, bai |
bai |
|
nebenher |
ved siden af, sideløbende |
bitu |
tubai |
tobai |
|
nirgends |
ingen steder |
nochhuaren |
nargens, nargne |
näärngs |
|
überall |
overalt, alle vegne |
aueraal, alerweegen |
oueråål, alerwäägen |
aueraol |
|
umher |
(rundt) omkring |
ambi |
ambai |
ambai |
|
unten |
nede, ned |
oner, deel |
deele |
deele |
|
unterwegs |
undervejs |
onerwai, onerwais |
unerwäis, tuwäis |
onerwai |
|
vor |
foran |
föör |
for |
feer |
|
voraus |
forud, foran |
föörütj, fööruf |
foreüt, forüt |
feerut |
|
vorbei |
forbi |
föörbi |
forbai |
feerbei |
|
vorne |
foran, forrest |
föör |
foore |
foore |
|
vorwärts, voran |
frem, fremad |
föörütj |
foram |
feeröön |
|
weg, fort |
væk, borte |
wech |
wach |
wäch |
|
wo |
hvor |
huar |
weer |
wir |
|
worin |
hvori |
huaruun |
weerönj |
wirin |
|
zurück |
tilbage |
turag |
tubääg |
tobääch |
|
temporal (Zeit) |
||||
|
bald |
snart |
bal |
bål |
bale |
|
dann |
så, derefter |
do, dan |
dan |
dän |
|
einst |
engang |
iartidjs, ians, ens |
iinjsen, iirtids |
Iir, iirmaols |
|
früh |
tidlig, tidligt |
ääder |
eeder, tidi |
eeder |
|
früher, vorzeiten |
tidligere, i fordums tid |
iar |
iir |
iir |
|
gestern |
i går |
jister |
anjörsne |
jostern |
|
gestern morgen |
i går morges |
jister maaren |
anjörsne mjarn |
Jostern miarn |
|
gleich, sofort |
med det samme, straks |
jister inj, jinstrinj |
glik(s), straks, matiinjs |
glik |
|
heute |
i dag |
daaling |
diling |
dälling |
|
heute morgen |
i morges |
maarling, jimaaren |
mårling |
moorling |
|
heute abend |
i aften |
iljing |
eeling |
eeling |
|
immer |
altid |
altidj, altidjs, immer, aleewen, leewen |
ålten(s), åltid(s) |
jumer |
|
immer noch |
stadig, stadigvæk |
aleewen |
ålten(s), åltid(s) |
jumer noch |
|
in diesem Jahr |
i år |
juarling |
jarling, iirling |
iirling |
|
jahrelang |
i årevis |
juarenloong, juarloong |
iirngelung |
iirngelong |
|
jährlich |
årligt, hvert år |
juarelk, juarelks |
jarlik, iirlik |
ark iir |
|
lange |
længe |
loong |
lung |
long |
|
manchmal |
nogle gange, sommetider |
wilems, wilem |
wilems, baischöre, samtids |
wilms |
|
mitunter |
indimellem, undertiden |
wilems, wilem |
wilems, samtids, unerma |
medoner |
|
morgen |
i morgen |
maaren |
mjarne |
miarn |
|
morgen früh |
i morgen tidlig |
ääder de maaren, ääder maarens |
mjarneeder |
miarn eeder |
|
morgen abend |
i morgen aften |
maaren inj |
mjarneene |
miarn eene |
|
niemals |
aldrig |
nimer, oler, aler |
uler |
numer |
|
nun, jetzt |
nu |
nü |
nü |
nu |
|
oft |
ofte |
fölse, fölsis |
oofting, ooftem, ooft |
foltonge, ooft |
|
rechtzeitig |
i tide, til tiden |
tutidj, tutidjs, tupaas |
betid(s), baitide |
betids |
|
schon |
allerede |
al |
ål |
al |
|
soeben |
lige, netop |
jüst, eewenst |
jüst äiwen |
just |
|
spät |
sent |
leed |
lääs |
lää |
|
übermorgen |
i overmorgen |
auermaaren |
ouremjarne |
auermiarn |
|
vorgestern |
i forgårs |
iarjister |
iirjörsne |
iirjostern |
|
zuweilen |
lejlighedsvis, undertiden |
bi tidjen, wilems |
wilems, baischöre |
biskurns |
|
modal (Art und Weise) |
||||
|
beinahe, fast |
næsten, næppe |
bal, binai, naistenbi, miast (eigentlich: meist) |
bål, mååst, bainäi |
maostto |
|
bloß, nur |
kun, bare |
bluat, man |
bloot(s), män |
bluat |
|
entzwei |
i stykker, itu |
uunstaken, uuntau |
önjstöög(e) |
instuge |
|
ganz und gar |
fuldstændig, ganske |
hialandaal |
gåns än goor |
gans än goor |
|
gern |
gerne |
hal, giarn |
hål |
haol |
|
gewiß, sicher |
vist, sikkert, bestemt |
was |
sääker |
sääker |
|
glimpflich |
nådigt, billigt |
üüb’t best |
lamplik |
mä nau nuad |
|
kaum |
næppe, knap nok |
knaap |
knååp |
knaap |
|
nicht |
ikke |
ei |
ai |
ee |
|
so |
så, sådan |
si |
sü, süng, südänji |
su, sudeneeni |
|
ungefähr
|
cirka, omtrent, nogenlunde |
amtrent, amentrent, amanbi, üngefeer |
üngefäär, ambai, amenbai, amentränt, trinam |
su bomeli, trinambai |
|
vergebens, vergeblich |
forgæves |
amsonst |
ferjääws, amensunst, amninte |
amsonst |
|
vielleicht |
måske |
ferlicht |
flicht |
flicht, saacht |
|
wahrscheinlich |
sandsynligvis |
wel, woorskiinelk, was |
wälj, wårschiinjlik, was |
was, woorskiinlik |
|
wohl |
vel, nok |
wel |
wälj |
wil |
|
ziemlich |
temmelig, ganske |
temelk, al, alwat |
bili |
täämlik |
|
kausal (Grund) |
||||
|
darum, deshalb |
derfor |
diaram, diarauer |
deeram, deerouer |
diram |
Zahlen
|
Kardinalzahlen (Grundzahlen) |
||||
|
Deutsch |
Dänisch |
Föhrer Friesisch (Fering) |
Festlandfriesisch (Mooring) |
Halligfriesisch |
|
eins |
en, et |
ian |
iinj |
ian |
|
ein (Mask.) |
en |
een |
ån |
aon |
|
eine (Fem.) |
en |
ian |
Iinj |
ian |
|
ein (Neutr.) |
et |
|
iinj |
|
|
zwei |
to |
tau, taw |
tou |
taue |
|
zwei (Mask.) |
to |
|
twäär |
tweer |
|
zwei (Fem.) |
to |
|
tou |
twaane |
|
zwei (Neutr.) |
to |
|
tou |
|
|
drei |
tre |
trii |
trii |
tree‘e |
|
drei (Mask.) |
tre |
|
tra |
traane |
|
drei (Fem.) |
tre |
|
trii |
traane |
|
drei (neutr.) |
tre |
|
trii |
|
|
vier |
fire |
fjauer, fjawer |
fjouer |
fjauer |
|
fünf |
fem |
fiiw |
fiiw |
fiiw |
|
sechs |
seks |
seeks, sääks |
seeks |
seeks |
|
sieben |
syv |
sööwen |
soowen |
sääben |
|
acht |
otte |
aacht |
oocht |
aacht |
|
neun |
ni |
njüügen, njügen |
nüügen |
njugen |
|
zehn |
ti |
tjiin |
tiin |
tiin |
|
elf |
elleve |
elwen |
alwen |
älef |
|
zwölf |
tolv |
twaalew |
tweelwen, tweelew |
twälef |
|
dreizehn |
tretten |
tretanj, tretaanj |
tratäin |
trotään |
|
vierzehn |
fjorten |
fjauertanj, fjawertaanj |
fjouertäin |
fjauertään |
|
fünfzehn |
femten |
füftanj, füftaanj |
füftäin |
fuftään |
|
sechszehn |
seksten |
sekstanj, sekstaanj |
seekstäin |
seekstään |
|
siebenzehn |
sytten |
sööwentanj, sööwentaanj |
soowentäin |
sääbentään |
|
achtzehn |
atten |
aagetanj, ochtaanj |
oochtäin |
aachttään |
|
neunzehn |
nitten |
njüügentanj, njügentaanj |
nüügentäin |
njugentään |
|
zwanzig |
tyve |
twuntig |
twunti |
twonti |
|
einundzwanzig |
enogtyve |
ianantwuntig |
iinjäntwunti |
ianäntwonti |
|
vierundzwanzig |
toogtyve |
tauantwuntig |
touäntwunti |
tauäntwonti |
|
|
||||
|
dreißig |
tredive |
dörtig, dortig |
dörti, dorti |
dorti |
|
vierzig |
fyrre |
fiartig, firtig |
fäärti, fjarti |
fiirdi |
|
fünfzig |
halvtreds |
föftig, feftig |
füfti |
fufti |
|
sechzig |
tres |
söstig |
süsti |
susti |
|
siebzig |
halvfjerds |
sööwentig |
soowenti |
säämti, söömti |
|
achtzig |
firs |
tachentig |
tachenti |
tachendi |
|
neunzig |
halvfems |
neegentig |
näägenti |
näängdi |
|
hundert |
hundrede |
hunert |
hunert |
honert |
|
tausend |
tusend |
düüsen |
duusend |
duusend |
Ordinalzahlen
Die Ordinalzahlen werden im Halligfriesischen in der Regel über die Anfügung eines -d oder -st an die Kardinalzahlen (Grundzahlen) gebildet, wobei im Maskulinum noch ein -e angefügt wird.
So heißen der erste und der zwanzigste jeweils di iaste und di twontiste. Im Femininum und Neutrum fehlt das abschließende -e und es heißt entsprechend ju iast oder dat twontistv.
|
Deutsch |
Dänisch |
Föhrer Friesisch (Fering) |
Festlandfriesisch (Mooring) |
Halligfriesisch |
|
erste(r) |
første |
iarst |
iarst(e) |
iarst(e) |
|
zweite(r) |
anden/andet |
naist/öler, naust/ööder |
tweed(e), ouder(e), lääder(e) |
tweed(e) |
|
dritte(r) |
tredje |
traad |
treed(e) |
treed(e) |
|
vierte(r) |
fjerde |
fjuard, fift |
fiird(e) |
fiird(e) |
|
fünfte(r) |
femte |
füft |
füft(e) |
fufd(e) |
|
sechste(r) |
sjette |
seekst, sääkst |
seekst(e) |
seeksd(e) |
|
siebte(r) |
syvende |
sööwenst, söwenst |
soowenst(e) |
sääbend(e) |
|
achte(r) |
ottende |
aachst, ochst |
oochst(e) |
aachtd(e) |
|
neunte(r) |
niende |
njüügenst, njügenst |
nüügenst(e) |
njugend(e) |
|
zehnte(r) |
tiende |
tjiinst |
tiinst(e) |
tiind(e) |
|
elfte(r) |
ellevte |
elwenst |
alwenst(e) |
|
|
zwölfte(r) |
tolvte |
twaalewst |
tweelest(e) |
|
|
dreizehnte(r) |
trettende |
tretanjst, tratanjst |
tratäinst(e) |
trotäänd |
|
vierzehnte(r) |
fjortende |
fjauertanjst, fjawertaanjst |
fjouertäinst(e) |
fjauertäänd |
|
fünfzehnte(r) |
femtende |
füftanjst, fiftaanjst |
füftäinst(e) |
fuftäänd |
|
sechszehnte(r) |
sekstende |
sekstanjst, sekstaanjst |
seekstäinst(e) |
seekstäänd |
|
siebzehnte(r) |
syttende |
sööwentanjst, söwentaanjst |
soowentäinst(e) |
sääbentäänd |
|
achtzehnte(r) |
attende |
aagetanjst, oochtaanjst |
oochtäinst(e) |
aachttäänd |
|
neunzehnte(r) |
nittende |
njüügentanjst, njügentaanjst |
nüügentäinst(e) |
njugentäänd |
|
zwanzigste(r) |
tyvende |
twuntigst |
twuntist(e) |
twontist(e) |
|
dreißigste(r) |
tredivte |
dörtigst |
dortist(e) |
dortist(e) |
|
vierzigste(r) |
fyrrende |
fiartigst, firtigst |
fäärtist(e) |
fiirdist(e) |
|
fünfzigste(r) |
halvtredsende |
föftigst, feftigst |
füftist(e) |
fuftist(e) |
|
sechzigste(r) |
tressende |
söstigst |
süstist(e) |
sustist(e) |
|
siebzigste(r) |
halvfjerdsende |
sööwentigst |
soowentist(e) |
söömtist(e) |
|
achtzigste(r) |
firsende |
tachentigst |
tachentist(e) |
|
|
neunzigste(r) |
halvfemsende |
neegentigst |
näägentist(e) |
|
|
hundertste(r) |
hundrede |
hunertst |
hunertst(e) |
|
|
tausendste(r) |
tusinde |
düüsenst |
duusenest(e) |
|
Multiplikativa (Widerholungszahlen)
|
Deutsch |
Dänisch |
Föhrer Friesisch (Fering) |
Festlandfriesisch (Mooring) |
Halligfriesisch |
|
einmal |
én gang |
iansis, ianse |
Iinjsen, iinjtooch |
iantoch |
|
zweimal |
to gange |
tweisis, tweise |
twaie, tou tooche/tunge |
twaiauer |
|
dreimal |
tre gange |
triisis, triise |
traie, trii toche/tunge |
tretonge, traiauer |
|
viermal |
fire gange |
fjauersis, fjawerse |
fjouer tooche/tunge |
fjauertonge |
|
fünfmal |
fem gange |
fiiwsis, fiiwse |
fiiw tooche/tunge |
fiiwtonge |
Ergänzend heißen keinmal, immer und niemals im Halligfriesischen niantoch, jumer und numer.